Dienstag, 29. Juli 2014

Neue Kalender mit Duft und Phantasie für 2015

Wunderschöne Fotokalender zum Schmachten

Bei Harenberg, Heye und Weingarten gibt es
für 2015 ein Potpourri an schönen Fotokalendern.
Aber auch Taschenkalendern, Buchkalendern,
Posterkalendern. Für jeden Geschmack und vor
allem günstig. Wer die Natur liebt, der kommt
bei "Geheimnisvolle Natur - 365 faszinierende Fotografien"
auf seinen Geschmack. Eine Wildkatze des Aufstellkalenders
mit Spiralbindung ist bereits sehr sehenswert auf dem
Cover und dem Schuber. Ergänzt werden Sehenswürdigkeiten wie das Death Valley oder der
weiße Hai oder die Zylinderrose in Rosa unter Wasser
durch ergänzende und lehrreiche Texte daneben. Die
Fotos bestechen durch ihren Farbreichtum, die Exotik,
die Professionalität. Ob Ontariosee in der Abendstimmung
am Valentinstag, die romantisch rot leuchtenden Giraffen
vor Schirmakazien an Weihnachten oder sogar die
Antarktis sind ein Hingucker. Aber es wird auch bei
allem Reiz auf den Klimawandel und die Eisschmelze
hingewiesen.
Wer gerne in die USA reist, der kann das schon einmal
per Postkartenkalender. 53 Aufnahmen wie Pferde,
ein Tipi-Zelt vor Morgenröte, Ein Truck in Utah oder
ein Indianeroutfit strahlen eine Idylle aus. Zum Versenden
oder Behalten. Der Kalender kann aufgestellt werden
und kostet nur 15,99 Euro.
Kinder werden ihn lieben, den Pippi Langstrumpf-Poster-
Kalender. Er wird aber auch nostalgische Erinnerungen
bei Erwachsenen auslösen, die die Spielfilme gesehen
haben. Pippi mit Affe, Pferd, als Piratin, auf einem
Bett schwebend sorgen für gute Laune. Nur warum
selbst im Januar und Dezember kein Winterfoto
dabei ist, ist rätselhaft. Dafür aber sind die Daten mit
den Schulferien mit dabei. Der Heye Kalender kostet
nur 9,99 Euro.
Was Großmutter noch wusste. Dieser Wochenkalender
im altmodischen, nostalgischen Kleid und Spiralbindung
liefert jede Woche drei Tipps: für die Gesundheit,
den Garten und den Haushalt sowie ab und zu ein
Rezept wie für Käsekuchen.
Einige Tipps sind wirklich sehr lohnenswert und selten.
Der Kalender ist von Harenberg für 9,99 Euro zu
bekommen.
Freunde des Balletts werden sich über den Fotokalender
vom Stuttgarter Ballett freuen. Die Aufnahmen von
Bernd Weißbrod sind top und professionell wie es die
Tänzer auch sind. Losgelöste Körper schweben vor
Dunkelheit gestählt durch den Raum. Zu jedem Bild
gibt es eine genaue Beschreibung der Inszenierung.
Darunter sind Szenen aus Onegin, Krabat, Die vier
Temperamente, Bolero, Don Quijote. Eine der Ballerinen
tanzt in leuchtendem, sonnigem Orange wie eine
Feder und scheint die Schwerkraft aufzuheben.
Bei Weingarten gibt es dieses schöne Stück für 36 Euro.
(c) Corinna S. Heyn

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Peter Helm fischt nicht im Trüben – Fotografien von Spiegelungen wie Gemälde

Wasser fasziniert den Fotografen Peter Helm. Egal, ob in seiner Wahlheimat am Bodensee oder in Venedig. Seit 2004/2005 widmet sich der gebürtige Sachse den Spiegelungen im Bodensee. „Das sind doch sicher keine Fotos, sondern Gemälde“, bemerken in Ausstellungen immer wieder Besucher irritiert. Tatsächlich schafft es Peter Helm, Illusionen zu erzeugen und Phantasien anzuregen. Eine Spiegelung von Pappeln gepaart mit weißen Wolken, die verwischt sind, sieht wie ein Ölgemälde aus. Das weiß der Fotograf. „Ich arbeite grundsätzlich mit einer Digitalkamera und überprüfe das Endergebnis. Ich sehe bestimmte Bilder im Wasser. Fotografie hat generell sehr viel mit Sehen zu tun“, erklärt Helm.
Der Standpunkt, von dem er ins Wasser fotografiert, ist oft sehr tief. Wie bei einem Foto, das den See mit einem verwischten Gebilde in Weiß und Braun zeigt und einer Blase, die wie ein Auge aussieht. Der Künstler klärt das staunende Publikum auf. „Beim Freibad Horn in Konstanz habe ich die Wolke gesehen, die sich im Wasser spiegelte“, lacht er. Alle Fotos sind nicht nur Illusionen. Jeder interpretiert etwas anderes hinein, doch meist sind noch Steine im Wasser zu erkennen. Sehr raffiniert kommt ein Bild daher, das wie eine männliche Skulptur aussieht. Tatsächlich aber handelt es sich um den braun-beigen Schatten eines Pollers, der sich im Wasser bricht.
Neben den teilweise psychedelisch wirkenden Fotos mit „Schraffuren“ gibt es auch Buntes in Orange und Blau, das wie ein wilder Strudel aussieht. Oder ein Foto, bei dem scheinbar dynamische kleine Fischchen oder Würmchen in Orange das Blau des Wassers durchbrechen und beleuchten. Ein Blick hinter die Kulissen verrät, dass es sich um die gelben Blätter von Platanen im Herbst beim Steigenberger Inselhotel in Konstanz handelt. Peter Helm liebt den Bodensee und wählte ihn als Heimatort nach seinem Aufenthalt in Mittelamerika 2003 aus. Obwohl er als Software-Entwickler und Web-Designer selbständig ist, benutzt er kein Bildbearbeitungs-Programm wie Photoshop.
Studiert hat er an der RWTH in Aachen Informatik und Mathematik, wobei er den Kontakt zur Fotoszene suchte und auch fand. 1981 bekam er den Kodak-Fotobuchpreis für Junge Deutsche Fotografen. Er stellte in Aachen bei der Sammlung Ludwig aus, in Antwerpen, in Arles, auf der photokina, in Salzburg und Royan beim 14’eme Festival International D’Art Contemporain.
Die 44 Exponate vom Bodensee waren bis Ende September im Naturfreundehaus in Allensbach-Markelfingen zu sehen.
(c) Corinna S. Heyn